Call for papers: “Teaching Social Economics during the Global Financial Crisis”

Call for papers: “Teaching Social Economics during the Global Financial Crisis”

International Journal of Social Economics

 The Associate editor of the International Journal of Social Economics, Professor John Marangos, invites papers for a special issue with the theme “Teaching Social Economics during the Global Financial Crisis”.

The current literature on the Global Financial Crisis (GFC) focuses mostly on the causes of the crisis and the economic and social impact on the international economy without adequate attention being paid to the impact and the challenges of the GFC on the teaching of social economics. Economics by definition is “social economics” and as such papers of all paradigms of economics will be considered for possible publication as long as the main theme deals with teaching of economics.

The papers should examine and explicitly deal with teaching issues of socio-economic theory and practice during the GFC. Researchers should aim to demonstrate innovative ways in incorporating in their teaching the GCF and the impact of those innovative ways to student learning. The papers should examine and question the prevailing consensus in teaching economics and as such illustrate alternative teaching strategies incorporating the crisis for the benefit of student learning. The teaching methodology adopted should preferably be social, holistic, historical, dynamic and comparative in nature.

The special issue will include one Graduate Student Research Paper. The Associate editor invites graduate students to submit research papers.  Proof of graduate student status should be provided with the submission. While the students’ papers will go through the regular review process and be held to the same standards for acceptance as other submissions, the panel of reviewers will serve a mentoring role to advise the student to strengthen the paper. The best student paper will be published.

The International Journal of Social Economics operates a double-blind peer review process with a minimum of two referees per paper

  • International Journal of Social Economics is indexed in Scopus and has a CiteScore of 0.56 (Scopus source). The journal is also listed in the Web of Science Emerging Sources Citation Index (ESCI). As well as providing a mark of quality for the journal, inclusion in the ESCI and Scopus allow papers published in the journal to be searchable, discoverable and citable via the Web of Science.
  • Managerial Finance is ranked by key journals rankings lists, such as The Association of Business Schools’ (ABS) Academic Journal Guide 2015 (the Guide), and the Australian Business Deans Council (ABDC)
  • The journal has enjoyed a 28% increase in article downloads in 2016, reaching 235,594 downloads. This indicates the journal is receiving much wider exposure and interest.

Those interested should submit an extended abstract of 300 words by 1 of November 2017 as a word attachment. Approved papers should be submitted by 1 of May 2018.

For queries and abstract submissions contact:

John Marangos, Professor,
Department of Balkan, Slavic and Oriental Studies,
University of Macedonia, Greece.
Email: marangosjohn@gmail.com

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Didaktische Materialien zur Europäischen Schuldenkrise

Die Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (GSÖBW) weist auf folgende Lehr- bzw. Lernmaterialien hin, die Till van Treeck im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung verfasst hat: http://www.bpb.de/politik/wirtschaft/schuldenkrise/239931/didaktische-materialien

“Die freien Bildungsmaterialien zur Schuldenkrise vermitteln Grundlagen im Bereich makroökonomischer Konzepte. Über Hintergrundtexte können Standpunkte im größeren Kontext betrachtet und ökonomischen Schulen zugeordnet werden. Daneben gibt es eine Vielzahl an Datenmaterial und Arbeitsblättern. Die vorliegenden didaktischen Materialien begleiten das Dossier “Europäische Schuldenkrise” und verfolgen dabei folgende Ziele:

  • Anhand von Hintergrundtexten sollen Grundlagen im Bereich makroökonomischer Konzepte gelegt werden. Diese sollen helfen, die in den Videos und in den 17 schriftlichen Debatten des Dossiers formulierten Standpunkte im größeren Kontext zu betrachten und konkurrierenden ökonomischen Denkschulen zuzuordnen. Im Mittelpunkt steht dabei der Ideenstreit zwischen den Denkschulen der Neoklassik (Angebotsorientierung) und des Keynesianismus (Nachfrageorientierung).
  • Es wird relevantes Datenmaterial zum besseren Verständnis der wirtschaftlichen Problemlagen im Euroraum aufbereitet. Die Lernenden können so ein Verständnis dafür gewinnen, wie technische ökonomische Kennziffern (z.B. Wirtschaftswachstum, Haushaltsdefizite, Staatsverschuldung, Exportüberschüsse und -defizite) im Zusammenhang interpretiert werden können.
  • Mit Hilfe von Arbeitsblättern können Lernende die Inhalte der Hintergrundtexte und Debatten in Eigenarbeit wiederholen und durchdringen. Lehrende können auf zusätzliche Lösungsblätter zurückgreifen.” (Quelle: http://www.bpb.de/politik/wirtschaft/schuldenkrise/239932/einleitung-ziele-und-aufbau-der-didaktischen-materialien)

Wem gehören die großen Unternehmen?

Wem gehören die großen Unternehmen? Restrukturierung des Eigentums während der Finanzkrise in Deutschland und den USA

Beitrag von Werner Nienhüser, David Peetz, Georgina Murray in WSI-Mitteilungen 8/2016, Seiten 584–594

Zusammenfassung

Das Eigentum an großen Unternehmen konstituiert gesellschaftliche Macht. Der Beitrag stellt deshalb die Frage: Wem gehören die 200 umsatzstärksten in der Realwirtschaft tätigen Unternehmen in Deutschland und in den USA? Hat sich durch die Finanzkrise etwas an den Eigentümerstrukturen verändert, etwa die Konzentration des Eigentums? Unsere Befunde für die Zeiträume 2006/2007 und 2009/2010 zeigen, dass in beiden Ländern Finanzinvestoren wie BlackRock einen erheblichen Anteil an den Aktien großer Nicht-Finanzunternehmen besitzen. BlackRock verwaltet in Deutschland 5 % und in den USA 13 % der Aktien der 200 größten Unternehmen. Nimmt man den zweitgrößten Vermögensverwalter (Capital Group) hinzu, dann kontrollieren diese beiden Unternehmen in Deutschland 11 % und in den USA 23 % der Aktienanteile. In beiden Ländern hat die Konzentration des Aktienbesitzes zugenommen. Der hohe Anteil der Aktien, den das Finanzkapital besitzt, hat sich trotz oder wegen der Krise kaum verändert.

Filme und TV-Serien über Arbeit

[modifiziert übernommen von Kritische Organisationsforschung]

In seinem instruktiven Beitrag „>Arbeit< diskursanalytisch in den Blick nehmen. Das Promotionskolleg ‚Die Arbeit und ihre Subjekte – Mediale Diskursivierungen von Arbeit seit 1960′“ in der Zeitschrift für Diskursforschung verweist Rolf Parr (Universität Duisburg-Essen) auf eine Reihe von Filmen und Serien seit den 1970er Jahren, welche Arbeit in unterschiedlicher Weise ‚in den Blick nehmen‘.

Der Einsatz von Filmen über Arbeitsverhältnisse und Arbeitskämpfe in der Lehre eröffnet sowohl einen Blick auf historische Veränderungen und Kontinuitäten von Arbeit, auf globale Arbeitsverhältnisse und die politische Ökonomie der Organisation von Arbeit als auch deren kritische Reflexion durch das Medium Film. All dies kann helfen, heutige Selbstverständlichkeiten bezogen auf die Zumutungen der Arbeitswelt zu hinterfragen.

Hier die genannten Titel in alphabetischer Reihenfolge (danke an Rolf Parr für die Erlaubnis, diese Liste hier wiederzugeben):

  • „Acht Stunden sind kein Tag“ (R.W. Fassbinder, BRD 1972-1973)
  • „Arbeiter verlassen die Fabrik“ (H. Farocki, BRD 1995)
  • „Brassed off“ (M. Herman, GB/USA 1996)
  • „Freigestellt. Die Zukunft der Arbeit in Zeiten des Überflusses.“ (C. Stigel, BRD 2012)
  • „Frohes Schaffen. Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral“ (K. Faigle, BRD 2012)
  • „Hände weg vom Interessenausgleich“ (Arbeit und Film (AUF), BRD 1978)
  • „Hat er Arbeit?“ (K. Wessels, BRD 2001)
  • „Jede Menge Kohle“ (A. Winckelmann, BRD 1981)
  • „Lichter“ (H.C. Schmid, BRD 2003)
  • „Mit Schlips und Kragen“ (Arbeit und Film (AUF), BRD 1981)
  • „Out of Darkness: The Mine Worker’s Story“ (B. Kopple/B. Davies, USA 1990)
  • „Prinzessinnenbad“ (B. Blümner, BRD 2007)
  • „Riff-Raff“ (K. Loach, GB 1991)
  • „Roger & Me“ (M. Moore, USA 1989)
  • „Rosetta“ (J.-P. und L Dardenne, BE/F 1998)
  • „The Wire“ (USA 2002-2008)
  • „Union Maids“ (J. Klein/J. Reichert/M. Mogulescu, USA 1976)
  • „Wohin? Angestellte und Arbeiter im Kampf um die Sicherung ihrer Arbeitsplätze“ (Arbeit und Film (AUF), BRD 1979)
  • „Work hard, Play hard“ (C. Losmann, BRD 2012)
  • „Yella“ (C. Petzold, BRD 2007)
  • „Working Stiffs“ (Fernsehserie, USA 1979)

“Occupy Management” als Lehrbuch?

Kostera, M. (2014): Occupy Management! Inspirations and Ideas for Self-Organization and Self-Management. Oxford: Routledge.

Ein klassisches Lehrbuch, das sich von vorne nach hinten durcharbeiten lässt und überblicksartig den Stand der Forschung darstellt, ist das von Kostera vorgelegte Buch “Occupy Management! Inspirations and Ideas for Self-Organization and Self-Management“ sicher nicht. Viel mehr collagiert die Autorin vergangene und aktuelle Entwicklungen der Organisationsforschung mit Beispielen aus Aktivismus, Kunst und Literatur. Diese verwebt sie mit einer fast poetisch anmutenden Sprache zu einem Text, der leichtfüßig und inspiriert formuliert, wie Management im Sinne einer anderen, „besseren“ Welt umgemünzt werden kann. Kostera strukturiert ihr Argument nach Fayols klassischen Managementfunktionen Planning, Organizing, Motivating und Controlling, zeigt aber, wie diese auch ganz anders verstanden, illustriert und eingesetzt werden können als derzeit im Gros der Managementlehre propagiert. Kostera schreibt persönlich und engagiert – ein Duktus der mancher/m Forschenden und Lernenden zu unwissenschaftlich scheinen mag. Diese Irritation kann aber eine produktive sein und dazu anregen, eigene Annahmen über Management und das Schreiben über Management zu hinterfragen.

Filme über Commons / Gemeingüter

[Reblogged from ‘Kritische Organisationsforschung’]

Von Silke Helfrich und der Heinrich-Böll-Stiftung sind inzwischen zwei umfangreiche Bände zur Thematik der Commons / Gemeingüter erschienen. Beide Bände stehen unter einer Creative Commons Lizenz:

Helfrich, Silke; Heinrich-Böll-Stiftung (Hg.) (2012): Commons. Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat. Bielefeld: transcript. http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-2835-7/commons)

Helfrich, Silke; Heinrich-Böll-Stiftung (Hg.) (2015): Die Welt der Commons. Muster gemeinsamen Handelns. Bielefeld: transcript. http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3245-3/die-welt-der-commons

Im zweiten Band findet sich eine instruktive Aufzählung von Filmen über die Commons, welche auch in der Lehre eingesetzt werden können und die Frage nach alternativen Arbeits- und Organisationsformen am Beispiel der Commons konkretisieren helfen. Hier der entsprechende Auszug sowie Verlinkungen:

»Gemeingüter? Was ist das?«
Ein dreiminütiges Erklärstück, das 2010 im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung für eine internationale Commons-Konferenz in Berlin erstellt wurde und bisher auch in Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch zur Verfügung steht; gut einsetzbar für Einführungen ins Thema:

»This Land is Our Land. The Fight to Reclaim the Commons«
Der englischsprachige Dokumentarfilm, ebenfalls aus dem Jahr 2010, wurde von Jeremy Earp und Sut Jhally produziert. Das Skript stammt von David Bollier (Mitherausgeber dieses Bandes) und Jeremy Earp; Länge: 46 Minuten. Schwerpunkte sind die Einhegungsprozesse der letzten Jahrzehnte. Die Commons-Bewegung wird hier in den Kontext traditionellen Community-Engagements gestellt und zugleich als beginnende internationale Bewegung skizziert:

www.mediaed.org/cgibin/commerce.cgi?preadd=action&key=146

»Commons in Action«
Die Wissenschaftsvereinigung International Association for the Study of Commons
(IASC) produziert seit 2013 eine Serie von englischsprachigen Kurzfilmanimationen,
»Commons in Action«, unter dem Motto: »Commons sind heute Realität«. Hier zu sehen:

Sie führen kurz und knapp in einige zentrale Konzepte ein und stellen
internationale Projekte vor, meist Preisträger der IASC. Nützlich und gut drei
Minuten lang ist auch die Einführung in den Begriff:

»The Commons. Beyond the State, Capitalism and the Market«
Dieses 36-minütige, englischsprachige Video, in dem auch eine geistesgeschichtliche
Einordnung, beispielsweise über Eigentumskonzepte, vorgenommen wird, veröffentlichte das links-libertäre Anarchist Collective im Jahr 2013. Nicht nur zentrale Begriffe wie Einhegungen, Resilienz oder Fülle werden erläutert, sondern auch die Desig-Prinzipien für langlebige Commons-Institutionen von Elinor Ostrom et al. Hier zu sehen:

und hier nachzulesen:

https://theleftlibertarian.wordpress.com/2013/09/11/thecommons-beyond-the-state-capitalism-and-the-market/

»The Promise of the Commons«
»Das Versprechen der Commons« wurde im Jahr 2014 von John D. Liu sowie der indischen Nichtregierungsorganisation Foundation for Ecological Security (FES) produziert. Besondere Aufmerksamkeit kommt der Umweltsituation im globalen Süden zu. Auf Youtube finden sich verschiedene Ausschnitte aus diesem insgesamt 50-minütigen Beitrag in englischer Sprache:

»Better No More. Principles and Practices towards the next Economy«
Dieses 5-minütige Video in englischer Sprache ist eine Produktion von Kontent
Film, USA, sowie der Edge Funders Alliance, einem internationalen Zusammenschluss
kritischer Stiftungen und Geberorganisationen. Der Film entstand 2015
und konzentriert sich auf vier Aspekte der Commons: Natur entkommerzialisieren,
Arbeit neu denken, Wissen befreien, Wohlstand demokratisieren.

www.kontentfilms.com/work/genres/shorts/better-not-more

»The Commons«
Fünf Jahre hat der Filmemacher Kevin Hansen an diesem Dokumentarfilm gearbeitet.
Entstanden ist ein Film über Gemeinschaften aus aller Welt, die nach alten Commons-Prinzipien wirtschaften. 49 Gemeinschaften in Nord- und Südamerika, Asien und Europa wurden interviewt. Sie erklären, wie sie Commons über Jahrhunderte lebendig halten. »Commons«, so Hansen, »sind ein alt-neuer Open-Source-Code rund ums Teilen von Ressourcen«. Die Website zum Film:
http://commonsfilm.com/